
Refluxkrankheit
Symptome:
z.B. Oberbauchbeschwerden oder Brennen im Brustbereich, schlechter Mundgeschmack,
saures Aufstoßen, mitunter auch chronischer Reizhusten oder chronische Halsentzündung
Ursache:
Normalerweise verhindert ein muskulärer Verschlussmechanismus, dass Magensäure in
die Speiseröhre (Ösophagus) zurückfließt. Ist diese Schließfunktion am Mageneingang
nicht intakt, kann saurer Magensaft in die untere Speiseröhre gelangen und dort die
Schleimhaut reizen und eine Entzündung verursachen.
Maßnahmen:
Es ist eine endoskopische Untersuchung des oberen Magen-Darm-Traktes erforderlich,
um das Ausmaß der Erkrankung festzustellen und um andere Erkrankungen, wie Magen- oder
Zwölffingerdarmgeschwüre, auszuschließen.
Es gibt eine Reihe von Allgemeinmaßnahmen, die einem Reflux von Magensäure in die
Speiseröhre entgegenwirken:
Bei ausgeprägter Refluxkrankheit ist eine konsequente medikamentöse Behandlung über längeren einen Zeitraum von Wochen bis Monaten erforderlich. Unter Umständen ist sogar eine Dauertherapie notwendig. Die Alternative, eine chirurgische Korrektur des Mageneinganges, ist nur in sehr seltenen Fällen sinnvoll.
Lactoseintoleranz (milchzuckerbedingte Stoffwechselstörung)
Symptome:
z.B. Durchfall, Bauchkrämpfe, Blähbauch, Völlegefühl, Übelkeit
Ursache:
Die Lactoseintoleranz ist eine an sich harmlose, veranlagungsbedingte Störung, die
jedoch Beschwerden wie Blähungen, Völlegefühl und Durchfall verursachen kann. Bei
dieser Störung, die irgendwann im Laufe des Lebens zum Vorschein kommen kann, ist
die Fähigkeit des Dünndarmes, Milchzucker aufzuspalten, vermindert. Der Milchzucker
gelangt so in den Dickdarm, wo er von den Darmbakterien vergoren wird.
Maßnahmen:
Milchzucker (Verlinkung zu Ernährungstipps – Lactoseintoleranz) ist prinzipiell in allen
Milchprodukten (Milch, Käse, Joghurt, Speiseeis, Cremes, Sahne etc.) vorhanden. Die
meisten Patient(inn)en können kleine Mengen davon vertragen. Bei welcher Menge an
Milchzucker Beschwerden auftreten, ist von Patient zu Patient verschieden und hängt
vom Grad der Ausprägung der Störung ab.
Fructoseintoleranz (fruchtzuckerbedingte Stoffwechselstörung)
Symptome:
z.B. Blähungen, Darmgeräusche, Koliken und wässriger Durchfall
Ursachen:
Nicht wenige Menschen bekommen nach Einnahme von Fructose, Früchten und anderen
fructosehaltigen Nahrungsmitteln erhebliche Bauchbeschwerden. Sie sind nicht in der
Lage, Fructose im Darm optimal zu verdauen. Eliminiert man Fructose aus der Nahrung,
verschwinden die Symptome sofort.
Maßnahmen:
Ein H2-Atemtest, der in unserer Praxis jedoch nicht durchgeführt wird, verschafft Gewissheit. Bei einigen Patient(inn)en besteht die
Möglichkeit, dass sie kleine Mengen von Fructose problemlos vertragen. Erst bei
Überschreiten eines Grenzwertes treten Beschwerden auf, die Ernährung (Verlinkung zu
Ernährungstipps - Fructoseintoleranz) muss entsprechend umgestellt werden.
Glutenunverträglichkeit (Zöliakie, auch „Sprue“)
Symptome:
z.B. Durchfall, Erbrechen, Müdigkeit und schlechte Laune, Gewichtsverlust als Folge von
Glutenüberempfindlichkeit oder -unverträglichkeit
Ursache:
Glutenhaltige Lebensmittel lösen bei den Betroffenen Entzündungen in der
Darmschleimhaut aus. Dadurch bilden sich die Darmzotten zurück, über die
normalerweise Nährstoffe in den Körper aufgenommen werden. Die Nährstoffe bleiben
dann unverdaut im Darm zurück, und es kommt zu Mangelerscheinungen.
Maßnahmen:
Eine Entlastung verspricht bislang nur eine konsequente Diät (Verlinkung
Ernährungstipps – Glutenintoleranz).
Reizmagen und Reizdarm (ernährungsbedingte Funktionsstörungen)
Symptome:
z.B. Bauchschmerzen, Völlegefühl, Blähungen und unregelmäßiger Stuhlgang
Ursache:
Reizmagen und Reizdarm sind Funktionsstörungen des Verdauungsablaufes. Sie werden
aufgrund typischer Symptome diagnostiziert, nachdem organische Ursachen der
Beschwerden ausgeschlossen wurden. Reizmagen und Reizdarm sind an sich harmlos,
können jedoch lästige und manchmal den Patienten / die Patientin stark
beeinträchtigende Beschwerden hervorrufen.
Maßnahmen:
Vor einer medikamentösen Behandlung sollte ein Diätversuch (Verlinkung zu
Ernährungstipps – Reizmagen und Reizdarm) unternommen werden. Eine leichte Vollkost
ist zu empfehlen, die sich von einer üblichen Ernährung zum einen durch das Weglassen
von Nahrungsmitteln, die erfahrungsgemäß häufig Unverträglichkeiten auslösen,
unterscheidet und zum anderen die Art der Zubereitung - Kochen, Dünsten, Garen, statt
Braten, Frittieren, Grillen.
Darmkrebs
Ursachen:
Darmkrebs, genauer gesagt Dickdarmkrebs, gehört in Deutschland zu den häufigsten
Krebserkrankungen; sie häuft sich mit zunehmendem Alter. Darmkrebs hat, wie alle
Karzinome, eine Vorlaufzeit von mehreren Jahren. Dickdarmkrebs könnte in den meisten
Fällen vermieden werden, wenn die gutartigen Vorläuferstadien des Karzinoms, die
Darmpolypen, rechtzeitig entdeckt und entfernt werden. Auch ein bereits vorhandener
Tumor kann im Frühstadium meist durch eine Operation geheilt werden.
Maßnahmen:
Deshalb spielt die regelmäßige Früherkennungsuntersuchung ab dem 50. Lebensjahr eine
so entscheidende Rolle. Regelmäßige Stuhluntersuchungen auf okkultes (nicht
sichtbares) Blut sind ab dem 50. Lebensjahr fester Bestandteil des Leistungskatalogs der
gesetzlichen Krankenversicherung.
Noch wesentlich effektiver als der Stuhltest ist eine Vorsorge ab dem 55. Lebensjahr durch eine Darmspiegelung
(Koloskopie), empfohlen auch ohne vorhandene Beschwerden. Eine Darmspiegelung ist
dringend anzuraten, wenn in der Familie bei Verwandten 1. Grades (Eltern, Kinder)
Darmkrebserkrankungen vorliegen oder Sie auf Polypen im Darm behandelt werden.
Die vorsorgliche Koloskopie ist seit dem 01.Oktober 2002 in den Leistungskatalog der
gesetzlichen Krankenkassen aufgenommen worden.
Jeder Versicherte hat vom 50. bis zum 55. Lebensjahr Anspruch auf eine jährliche Stuhluntersuchung auf okkultes (verborgenes) Blut und ab dem
55. Lebensjahr Anspruch auf eine Koloskopie. Private Krankenversicherungen
übernehmen die Kosten für diese Untersuchungen in der Regel ohne Einschränkungen und in vollem Umfang.
Ulcuskrankheit (Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre)
Ursachen:
Geschwüre sind Defekte in der Schleimhaut und darunter liegender Gewebeschichten des Magens oder des oberen Dünndarmes
(Zwölffingerdarm). Mitunter sind sie die Ursache von Beschwerden im Oberbauch. Sie
können jedoch auch symptomarm verlaufen und sich erst durch Komplikationen wie
Blutungen oder Durchbruch (Perforation) bemerkbar machen. Geschwüre werden heute
mit Hilfe der Magenspiegelung diagnostiziert.
Man weiß seit einigen Jahren, dass Geschwüre häufig durch eine chronische Infektion mit
einem Keim (Helicobacter pylori) verursacht werden, der in der Schleimhaut des Magens
nistet. Andererseits führt eine derartige Infektion nur bei einem kleineren Teil der
Menschen zu einem Geschwür. Eine andere häufige Ursache von Magengeschwüren ist
die Einnahme schmerzstillender und entzündungshemmender Medikamente. Derartige
Substanzen sind in Rheumamitteln, Grippemitteln, Kopfschmerztabletten usw. enthalten.
Patient(inn)en mit empfindlichem Magen sollten derartige Medikamente nur nach Rücksprache mit dem Arzt einnehmen.
Maßnahmen:
Die Behandlung der Geschwürserkrankung richtet sich nach der Ursache. Erst die
Magenspiegelung erlaubt die genaue Einordnung eines Geschwüres und damit eine
gezielte Therapie. Findet sich eine Infektion mit Helicobacter pylori als Ursache, so richtet
sich die Therapie gegen diesen Erreger. Sie besteht meist aus einer Kombination von
Antibiotika mit einem starken Hemmer der Magensäuresekretion.
Behandlung von Hämorrhoiden, Marisken, Analfissuren und Analvenenthrombosen
Symptome:
Ursachen:
Das Gefäßgeflecht der Hämorrhoiden im Analkanal ist ein unentbehrlicher Bestandteil des
Organs und notwendig, um den Darmausgang effektiv zu verschließen und damit die
Kontrolle über die Stuhlentleerung zu erhalten. Eine ausreichend ballaststoffreiche
Ernährung ist zur Reduzierung von Hämorrhoidenleiden empfehlenswert.
Das Behandlungsziel für Hämorrhoiden ist die Verkleinerung und die Befestigung im
Analkanal. Das lässt sich fast immer ohne operative Maßnahmen erreichen.
Maßnahmen:
Verödung (Sklerosierung) Hämorrhoiden
Dabei wird mittels Proktoskop (Enddarm-Rohr) eine entzündungsauslösende Substanz im oder um den
Hämorrhoidenknoten gespritzt. In der Folge kommt es zu einer Entzündung und im Anschluß daran zur narbigen Schrumpfung
des betroffenen Gewebes. Die Patient(inn)en verspüren meist keine Schmerzen bei der
Behandlung, eine lokale Betäubung ist also nicht nötig.
(Gummiband-) Ligatur Hämorrhoiden
Mit einem Applikator wird ein kleinen Gummiring (Ø etwa 5 mm) in den Analkanal
eingeführt und mit Hilfe einer Zange über den Hämorrhoidenknoten geführt. Der
Gummiring drosselt nachhaltig die Blutzufuhr ab. Ohne fortlaufende Blutversorgung stirbt
das abgebundene Gewebe bereits nach etwa drei bis fünf Tagen ab, löst sich vom Darm
und wird meist unbemerkt mit dem Stuhl ausgeschieden. Auch hierbei kommt es zunächst zu einer Entzündung und später zu einer narbigen Schrumpfung des Gewebes. Möglich ist zum Zeitpunkt der Ablösung
eine leichte Blutung, die in der Regel jedoch schnell nachlässt.
Marisken sind harmlose hautfarbene Läppchen um den Analbereich (zwischen Linsen- und Kirschgröße), die mit zunehmendem Alter zum Teil ohne erkennbare Ursache entstehen können. Marisken sind vor allem aus hygienischen Gründen für die Betroffenen ein Problem. Sie können mittels Elektroschlinge abgetragen werden.
Bei Analfissuren handelt es sich um schmerzhafte Einrisse im Bereich des Analkanals, die z.B. bei anhaltender Verstopfung, nach einer Operation, nach einer Durchfallerkrankung oder Diät auftreten können. Sie werden durch Salben, mitunter auch Injektionen oder im chronischen Fall operativ behandelt.
Analvenenthombosen können z.B. durch starkes Pressen beim Stuhlgang, bei wiederholten Durchfällen oder in der Schwangerschaft ausgelöst werden. Sie sind ungefährlich. Nach Rückbildung bleibt eine kleine Hautfalte (Mariske). Kleinere Thrombosen werden mittels Salben behandelt, bei größeren ist ein kleiner operativer Eingriff mit Entfernung des Thromboseknotens zu empfehlen.
Refluxkrankheit
Symptome:
z.B. Oberbauchbeschwerden oder Brennen im Brustbereich, schlechter Mundgeschmack,
saures Aufstoßen, mitunter auch chronischer Reizhusten oder chronische Halsentzündung
Ursache:
Normalerweise verhindert ein muskulärer Verschlussmechanismus, dass Magensäure in
die Speiseröhre (Ösophagus) zurückfließt. Ist diese Schließfunktion am Mageneingang
nicht intakt, kann saurer Magensaft in die untere Speiseröhre gelangen und dort die
Schleimhaut reizen und eine Entzündung verursachen.
Maßnahmen:
Es ist eine endoskopische Untersuchung des oberen Magen-Darm-Traktes erforderlich,
um das Ausmaß der Erkrankung festzustellen und um andere Erkrankungen, wie Magenoder
Zwölffingerdarmgeschwüre, auszuschließen.
Es gibt eine Reihe von Allgemeinmaßnahmen, die einem Reflux von Magensäure in die
Speiseröhre entgegenwirken:
Bei ausgeprägter Refluxkrankheit ist eine konsequente medikamentöse Behandlung über längeren einen Zeitraum von Wochen bis Monaten erforderlich. Unter Umständen ist sogar eine Dauertherapie notwendig. Die Alternative, eine chirurgische Korrektur des Mageneinganges, ist nur in sehr seltenen Fällen sinnvoll.
Lactoseintoleranz (milchzuckerbedingte Stoffwechselstörung)
Symptome:
z.B. Durchfall, Bauchkrämpfe, Blähbauch, Völlegefühl, Übelkeit
Ursache:
Die Lactoseintoleranz ist eine an sich harmlose, veranlagungsbedingte Störung, die
jedoch Beschwerden wie Blähungen, Völlegefühl und Durchfall verursachen kann. Bei
dieser Störung, die irgendwann im Laufe des Lebens zum Vorschein kommen kann, ist
die Fähigkeit des Dünndarmes, Milchzucker aufzuspalten, vermindert. Der Milchzucker
gelangt so in den Dickdarm, wo er von den Darmbakterien vergoren wird.
Maßnahmen:
Milchzucker (Verlinkung zu Ernährungstipps – Lactoseintoleranz) ist prinzipiell in allen
Milchprodukten (Milch, Käse, Joghurt, Speiseeis, Cremes, Sahne etc.) vorhanden. Die
meisten Patient(inn)en können kleine Mengen davon vertragen. Bei welcher Menge an
Milchzucker Beschwerden auftreten, ist von Patient zu Patient verschieden und hängt
vom Grad der Ausprägung der Störung ab.
Fructoseintoleranz (fruchtzuckerbedingte Stoffwechselstörung)
Symptome:
z.B. Blähungen, Darmgeräusche, Koliken und wässriger Durchfall
Ursachen:
Nicht wenige Menschen bekommen nach Einnahme von Fructose, Früchten und anderen
fructosehaltigen Nahrungsmitteln erhebliche Bauchbeschwerden. Sie sind nicht in der
Lage, Fructose im Darm optimal zu verdauen. Eliminiert man Fructose aus der Nahrung,
verschwinden die Symptome sofort.
Maßnahmen:
Ein H2-Atemtest, der in unserer Praxis jedoch nicht durchgeführt wird, verschafft Gewissheit. Bei einigen Patient(inn)en besteht die
Möglichkeit, dass sie kleine Mengen von Fructose problemlos vertragen. Erst bei
Überschreiten eines Grenzwertes treten Beschwerden auf, die Ernährung (Verlinkung zu
Ernährungstipps - Fructoseintoleranz) muss entsprechend umgestellt werden.
Glutenunverträglichkeit (Zöliakie, auch „Sprue“)
Symptome:
z.B. Durchfall, Erbrechen, Müdigkeit und schlechte Laune, Gewichtsverlust als Folge von
Glutenüberempfindlichkeit oder -unverträglichkeit
Ursache:
Glutenhaltige Lebensmittel lösen bei den Betroffenen Entzündungen in der
Darmschleimhaut aus. Dadurch bilden sich die Darmzotten zurück, über die
normalerweise Nährstoffe in den Körper aufgenommen werden. Die Nährstoffe bleiben
dann unverdaut im Darm zurück, und es kommt zu Mangelerscheinungen.
Maßnahmen:
Eine Entlastung verspricht bislang nur eine konsequente Diät (Verlinkung
Ernährungstipps – Glutenintoleranz).
Reizmagen und Reizdarm (ernährungsbedingte Funktionsstörungen)
Symptome:
z.B. Bauchschmerzen, Völlegefühl, Blähungen und unregelmäßiger Stuhlgang
Ursache:
Reizmagen und Reizdarm sind Funktionsstörungen des Verdauungsablaufes. Sie werden
aufgrund typischer Symptome diagnostiziert, nachdem organische Ursachen der
Beschwerden ausgeschlossen wurden. Reizmagen und Reizdarm sind an sich harmlos,
können jedoch lästige und manchmal den Patienten / die Patientin stark
beeinträchtigende Beschwerden hervorrufen.
Maßnahmen:
Vor einer medikamentösen Behandlung sollte ein Diätversuch (Verlinkung zu
Ernährungstipps – Reizmagen und Reizdarm) unternommen werden. Eine leichte Vollkost
ist zu empfehlen, die sich von einer üblichen Ernährung zum einen durch das Weglassen
von Nahrungsmitteln, die erfahrungsgemäß häufig Unverträglichkeiten auslösen,
unterscheidet und zum anderen die Art der Zubereitung - Kochen, Dünsten, Garen, statt
Braten, Frittieren, Grillen.
Darmkrebs
Ursachen:
Darmkrebs, genauer gesagt Dickdarmkrebs, gehört in Deutschland zu den häufigsten
Krebserkrankungen; sie häuft sich mit zunehmendem Alter. Darmkrebs hat, wie alle
Karzinome, eine Vorlaufzeit von mehreren Jahren. Dickdarmkrebs könnte in den meisten
Fällen vermieden werden, wenn die gutartigen Vorläuferstadien des Karzinoms, die
Darmpolypen, rechtzeitig entdeckt und entfernt werden. Auch ein bereits vorhandener
Tumor kann im Frühstadium meist durch eine Operation geheilt werden.
Maßnahmen:
Deshalb spielt die regelmäßige Früherkennungsuntersuchung ab dem 50. Lebensjahr eine
so entscheidende Rolle. Regelmäßige Stuhluntersuchungen auf okkultes (nicht
sichtbares) Blut sind ab dem 50. Lebensjahr fester Bestandteil des Leistungskatalogs der
gesetzlichen Krankenversicherung.
Noch wesentlich effektiver als der Stuhltest ist eine Vorsorge ab dem 55. Lebensjahr durch eine Darmspiegelung
(Koloskopie), empfohlen auch ohne vorhandene Beschwerden. Eine Darmspiegelung ist
dringend anzuraten, wenn in der Familie bei Verwandten 1. Grades (Eltern, Kinder)
Darmkrebserkrankungen vorliegen oder Sie auf Polypen im Darm behandelt werden.
Die vorsorgliche Koloskopie ist seit dem 01.Oktober 2002 in den Leistungskatalog der
gesetzlichen Krankenkassen aufgenommen worden.
Jeder Versicherte hat vom 50. bis zum 55. Lebensjahr Anspruch auf eine jährliche Stuhluntersuchung auf okkultes (verborgenes) Blut und ab dem
55. Lebensjahr Anspruch auf eine Koloskopie. Private Krankenversicherungen
übernehmen die Kosten für diese Untersuchungen in der Regel ohne Einschränkungen und in vollem Umfang.
Ulcuskrankheit (Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre)
Ursachen:
Geschwüre sind Defekte in der Schleimhaut und darunter liegender Gewebeschichten des Magens oder des oberen Dünndarmes
(Zwölffingerdarm). Mitunter sind sie die Ursache von Beschwerden im Oberbauch. Sie
können jedoch auch symptomarm verlaufen und sich erst durch Komplikationen wie
Blutungen oder Durchbruch (Perforation) bemerkbar machen. Geschwüre werden heute
mit Hilfe der Magenspiegelung diagnostiziert.
Man weiß seit einigen Jahren, dass Geschwüre häufig durch eine chronische Infektion mit
einem Keim (Helicobacter pylori) verursacht werden, der in der Schleimhaut des Magens
nistet. Andererseits führt eine derartige Infektion nur bei einem kleineren Teil der
Menschen zu einem Geschwür. Eine andere häufige Ursache von Magengeschwüren ist
die Einnahme schmerzstillender und entzündungshemmender Medikamente. Derartige
Substanzen sind in Rheumamitteln, Grippemitteln, Kopfschmerztabletten usw. enthalten.
Patient(inn)en mit empfindlichem Magen sollten derartige Medikamente nur nach Rücksprache mit dem Arzt einnehmen.
Maßnahmen:
Die Behandlung der Geschwürserkrankung richtet sich nach der Ursache. Erst die
Magenspiegelung erlaubt die genaue Einordnung eines Geschwüres und damit eine
gezielte Therapie. Findet sich eine Infektion mit Helicobacter pylori als Ursache, so richtet
sich die Therapie gegen diesen Erreger. Sie besteht meist aus einer Kombination von
Antibiotika mit einem starken Hemmer der Magensäuresekretion.
Behandlung von Hämorrhoiden, Marisken, Analfissuren und Analvenenthrombosen
Symptome:
Ursachen:
Das Gefäßgeflecht der Hämorrhoiden im Analkanal ist ein unentbehrlicher Bestandteil des
Organs und notwendig, um den Darmausgang effektiv zu verschließen und damit die
Kontrolle über die Stuhlentleerung zu erhalten. Eine ausreichend ballaststoffreiche
Ernährung ist zur Reduzierung von Hämorrhoidenleiden empfehlenswert.
Das Behandlungsziel für Hämorrhoiden ist die Verkleinerung und die Befestigung im
Analkanal. Das lässt sich fast immer ohne operative Maßnahmen erreichen.
Maßnahmen:
Verödung (Sklerosierung) Hämorrhoiden
Dabei wird mittels Proktoskop (Enddarm-Rohr) eine entzündungsauslösende Substanz im oder um den
Hämorrhoidenknoten gespritzt. In der Folge kommt es zu einer Entzündung und im Anschluß daran zur narbigen Schrumpfung
des betroffenen Gewebes. Die Patient(inn)en verspüren meist keine Schmerzen bei der
Behandlung, eine lokale Betäubung ist also nicht nötig.
(Gummiband-) Ligatur Hämorrhoiden
Mit einem Applikator wird ein kleinen Gummiring (Ø etwa 5 mm) in den Analkanal
eingeführt und mit Hilfe einer Zange über den Hämorrhoidenknoten geführt. Der
Gummiring drosselt nachhaltig die Blutzufuhr ab. Ohne fortlaufende Blutversorgung stirbt
das abgebundene Gewebe bereits nach etwa drei bis fünf Tagen ab, löst sich vom Darm
und wird meist unbemerkt mit dem Stuhl ausgeschieden. Auch hierbei kommt es zunächst zu einer Entzündung und später zu einer narbigen Schrumpfung des Gewebes. Möglich ist zum Zeitpunkt der Ablösung
eine leichte Blutung, die in der Regel jedoch schnell nachlässt.
Marisken sind harmlose hautfarbene Läppchen um den Analbereich (zwischen Linsenund Kirschgröße), die mit zunehmendem Alter zum Teil ohne erkennbare Ursache entstehen können. Marisken sind vor allem aus hygienischen Gründen für die Betroffenen ein Problem. Sie werden mittels Elektroschlinge abgetragen.
Bei Analfissuren handelt es sich um schmerzhafte Einrisse im Bereich des Analkanals, die z.B. bei anhaltender Verstopfung, nach einer Operation, nach einer Durchfallerkrankung oder Diät auftreten können. Sie werden durch Salben, mitunter auch Injektionen oder im chronischen Fall operativ behandelt.
Analvenenthombosen können z.B. durch starkes Pressen beim Stuhlgang, bei wiederholten Durchfällen oder in der Schwangerschaft ausgelöst werden. Sie sind ungefährlich. Nach Rückbildung bleibt eine kleine Hautfalte (Mariske). Kleinere Thrombosen werden mittels Salben behandelt, bei größeren ist ein kleiner operativer Eingriff mit Entfernung des Thromboseknotens zu empfehlen.